Kleinigkeiten handgemacht!

Das Fotoshooting für Familien, Kinder, Enkelkinder für Pärchen und natürlich auch als Einzelporträt! Die Bilder werden in einem handgebundenen Fotobuch verarbeitet. Zusätzlich gibt es eine von Hand gefertigte, passende Verpackung. Diese eignet sich besonders für individuelle und persönliche Geschenkideen. Die Gestaltung und das Design erfolgt nach genauer Rücksprache! Somit wird jedes Shooting und auch jede weitere Verarbeitung der Bilder zu Eurem einmaligen UNIKAT.

Weitere Verarbeitungsmöglichkeiten z.B. handgemachte Leporellos, eigens gestalteten Papier- und Geschenkstüten, Kordelbriefe usw. werden ebenso gerne erstellt und für Euch individuell gestaltet. Das Shooting findet grundsätzlich im Freien bei natürlichem Licht statt. Zusätzlich gibt es die Bilder auch Digital in druckfähiger Auflösung. Gefällt euch mein Tun, dann lasst es mich wissen, und bucht noch heute Euer einmaliges Fotoshooting!

Fotoshooting und ausgearbeitete Bilder (8 Stück) im handgemachten Fotobuch inkl. Geschenksverpackung ab € 169,00.

Kosten für jedes weitere Fotobuch bzw. weitere Verabeitungen inkl. Geschenkverpackung ab € 35,00.

 

 

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Ich habe gar nicht gewusst, dass ich sie noch habe. Beim Aufräumen meines Schreibtisches fand ich sie. Meine VIDEOTHEK-MITGLIEDSKARTE! Beim Anblick der Karte, fühlte ich mich plötzlich 20 und mehr Jahre zurück versetzt. In die Zeit des „analogen“ Filmes sozusagen.

Ich erinnerte mich an die Aufregung, wenn ich auf einen neuen Streifen wartete. Schon beim Hinweg überlegte ich mir wie viele Exemplare (zuerst VHS - Kassetten später DVDs) wohl zum Ausborgen vorhanden sein würden, und ob alle verliehen waren oder ob ich Glück hatte. Gerade bei Neuerscheinungen hatte ich oft Pech, und oftmals waren alle zur Verfügung stehenden Exemplare bereits vergriffen.

Legendär auch die Tatsache, dass ich die Verantwortlichen beim Aushängen der Plaketten, der zuvor zurückgebrachten Filme, beobachtete - ja regelrecht verfolgte - um ja nicht zu verpassen, wenn doch ein neuer Blockbuster zurückgegeben wurde.

Unvorstellbar auch, dass es Zeiten gab, in denen man, während man sich einen (oder auch zwei) Film(e) für den Abend suchte, noch rauchen durfte. Bei mir kam es durchaus vor, dass ich die ein oder andere Zigarette rauchte, wenn ich mir die Inhaltsangaben von Filmen durchlas und mich nicht entscheiden konnte. Komödie, Actionfilm oder doch ein Thriller?

Ich glaube es gab keine sonstige „Einrichtung“ in meinem Leben, welche mich so konstant, durch so viele Lebensabschnitte hinweg begleitet hat, wie „meine“ Videothek. Von der Schule jetzt mal abgesehen. Nebenbei bemerkt, glaube ich, dass ich durch den Input meiner Videothek, eventuell sogar Wichtigeres für mein Leben gelernt habe als von und in der Schule.

Im Teenageralter nahm ich zuerst das Rad, später mein gelbes Puch Maxi, ja sogar als meine Tochter schon auf der Welt war, holten wir uns noch Filme und freuten uns auf den neuesten Walt Disney. Unvergessen bleibt die Freude beim Ausborgen von Mehrteilern, wie „Stars Wars“ oder „Back to the Future“. Es fühlte sich befreiend an, wenn man nach eineinhalb oder mehr Jahren Wartezeit, den zweiten oder gar dritten Teil zu Hause in seinen VHS - Recorder schieben durfte.

Für mich hat das Ausleihen von Filmen eigentlich Kultstatus! Und ja, natürlich, ich gebe es zu … mittlerweile bin ich Netflix-Abonnent und habe seit geraumer Zeit auch Amazon-Prime. Einfach herrlich, muss ich sagen!

Ich genieße die Vorteile, dass 2 und mehr Personen, zur selben Zeit, immer und überall die besten und neuesten Serien und Filme sehen - entschuldigen, „streamen“ - können. Das Ganze auch noch auf unterschiedlichen Endgeräten … für mich eigentlich noch immer unvorstellbar.

Tja, da saß ich nun, mit meiner Karte in der Hand und dachte ... damals … bei meiner Videothek, da war es trotzdem noch irgendwie „echt" und so … oder?


 

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Mein 40. Geburtstag naht in wenigen Wochen und ich werde, wie wohl Jedermann und -frau auch, gerade bei einem runden Geburtstag des öfteren gefragt, was ich mir denn wünsche? Und, da mach´ ich mir halt so meine Gedanken, dass kann ich gar nicht so schlecht, das Gedanken Machen …


Manchmal gelingt es dann tatsächlich, dass bei mir das eine oder andere Sinnvolle bzw. die ein oder andere Erkenntnis beim Denken herauskommt. Das was dann sozusagen durchs Denken entsteht, geschieht natürlich ohne mein absichtliches oder bewusstes Zutun. Das muss ich hier an dieser Stelle ausdrücklich festhalten.

Ich traf vor ein paar Wochen meine über 90 jährige Nachbarin beim Müll Rausbringen, und kam mit ihr - wie so oft wenn ich sie treffe - sofort ins Gespräch. Sie erklärte mir vollkommen gefasst und mit fester Stimme, dass ihr Mann (ebenfalls über 90 Jahre alt) vorige Woche verstorben sei. Ich muss gestehen, ich hatte leider schon ähnliches befürchtet, da ich, eben in dieser angesprochenen Woche, zwei Rettungswägen und am selben Tag, etwas später, den Wagen eines Bestattungsunternehmens vor dem Haus, in dem ihre Wohnung liegt, gesehen hatte.

Das teilte ich ihr auch so mit, doch sie erzählte mir relativ unbekümmert, dass sie und ihr Mann in den letzten Jahren bereits über die Tatsache des Todes gesprochen hatten, und ihnen vollkommen klar war, dass einer von den Beiden vor dem Anderen „gehen“ wird. Sie erzählte mir, dass sie an dem Tag an dem er verstorben war, vormittags noch einen kleinen Spaziergang machten.

Beim Spazierengehen traf ich die Beiden in den letzten Jahren bei meiner Runde mit unserem Hund regelmäßig. Oft, nicht immer, aber meistens wechselten wir ein paar Worte. Dieses ältere Paar strahlte für mich eine gewisse Erdung und auch Natürlichkeit aus. Manchmal, wenn sie zu viel redete und mir von allen ihren Urenkeln erzählte, zog ihr Mann sie liebevoll aber „bestimmt“ weiter. Wie wenn er wissen würde, dass der Input von ihr für mich jetzt genug sei. Und, ich muss gestehen, er hatte meistens recht damit ….

An seinem letzten Tag, gingen Sie nur mehr eine kleine Runde. Obwohl er in ihren mehr als 70 Ehejahren immer fit und großteils gesund war, fühlte er sich an diesem Tag ein wenig schlapp und müde. Zurück in der Wohnung ruhte er sich auf dem Sofa aus, während sie eine Kleinigkeit zu Essen zubereitete. Er solle aber nicht einschlafen bat sie ihn, da das Essen in wenigen Minuten fertig sei, und sie ihn nicht wecken möchte, und er vermutlich nach dem Essen so wie so besser schlafen würde. Aber … genau das tat er, einschlafen, und leider gelang es ihr diesmal nicht, ihn wieder aufzuwecken …

Tja, das ist die Geschichte, die sie mir zwischen den Altglas- und Biomülltonnen erzählte. Anscheinend erkannte sie, wie berührt ich auf einmal war und vergoss ein paar Tränen … und ich mit ihr …

Es war jedenfalls so, dass mich diese Geschichte ein wenig beschäftigte. So viel zum „Sich Gedanken machen“! Viele (einschließlich mir) würden jetzt sagen, so möchte ich auch gehen, so friedvoll und gelassen … oder so einen Tod wünsche ich mir bzw. jedem, ohne Leid, Krankenhaus, Medikamenten, usw.

Aber, und da komme ich jetzt langsam zum Sinnvollem was bei mir manchmal herauskommt, es drängte sich bei mir plötzlich die Frage auf, ob ich mir nicht vielleicht zuvor ein Leben wünschen sollte, dass es mir ermöglicht, diese Welt so verlassen zu dürfen? Wie muss ein Mensch wohl gelebt haben, wie muss er seinem Umfeld, sich selbst, dem Leben grundsätzlich begegnet sein, um dann mit über 90 Jahren, nach einem kleinen Spaziergang für immer auf seinem Sofa einschlafen zu dürfen.

Hmmm … ich weiß jetzt, was ich mir - nur für mich - zum meinem 40. Geburtstag wünsche!


 
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Ich habe in den letzten Jahren für mich erkannt, dass ich die „Fähigkeit“ habe, bei gewissen Inputs die mir „begegnen“, irgendwie hängen zu bleiben. Da das Ganze auf Dauer ziemlich anstrengend werden kann, ist es also nicht unbedingt eine Fähigkeit, sondern wohl viel mehr die Unfähigkeit Dinge sein zu lassen, Dinge loszulassen, bzw. vermeintlichen „Kleinigkeiten uns so“, zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Das kann dann gar so weit gehen, dass ich mir über einzelne Sätze und Formulierungen (das können sogar nur ein oder zwei Wörter sein - zB. „nordisch nobel“), welche mir bei Liedern, Filmen und natürlich auch Büchern unterkommen, tagelang den Kopf zerbrechen kann, bzw. wie schon zuvor erwähnt, diese einfach „in" mir hängen bleiben. Anscheinend, weil sie mich auf eine ganz eigene Art und Weise berühren, eigentlich herausfordern oder richtiggehend einladen … oder, jetzt hab ichs, sich in mich hineinfressen.

Um jetzt ein kleines Beispiel als Beweis für diese „Unfähigkeit“ zu liefern … ich hörte vor ein paar Tagen das Lied „Wir sind groß“ von Mark Forster und da gibt es die Textzeile „Wie’s war, weiß ich morgen“. Ganz ehrlich, ich weiß jetzt leider nicht mal um was es beim dem Song ging, ich weiß nur, diese 5 Wörter genügen, um mich dann immer wieder und tagelang damit zu beschäftigen und meine Gedanken immer wieder darum kreisen zu lassen.

Das kann jetzt vielleicht der oder die, ein oder andere überhaupt nicht nachvollziehen … und schüttelt jetzt vermutlich etwas entgeistert den Kopf, aber diese Formulierung war vermutlich der endgültige Anstoß, dass ich jetzt vorm Bildschirm sitze und versuche „es“ loszuwerden … „wie es dann war, weiß ich morgen …“, und ich muss sagen, nach dem ersten Durchlesen dieser Zeilen, tut es richtig gut, dass jetzt hier stehen zu sehen.

Vielleicht machen für mich gerade diese unscheinbaren, flüchtigen Sätze und Formulierungen, das Leben interessant und herausfordernd? … Aber keine Angst, es muss sich keiner Sorgen machen, im Endeffekt weiß ich, dass was mich da beschäftigt, sind ja nur „Kleinigkeiten und so“.

In diesem Sinne …